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SASA

Herzlich willkommen!

wenn die Welt zur Ruhe kommt, der Schnee leise fällt und die Tage stiller werden, beginnt eine besondere Zeit – jene geheimnisvollen Tage zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr: die Rauhnächte – eine Zeit des nnehaltens, des Rückblicks und des Neubeginns. Dann zieht der Duft von Räucherwerk und Harzen durch die Stuben. Es ist, als würde der Rauch Altes forttragen, damit Neues entstehen darf. 
Und vielleicht spüren wir in diesem Moment, dass es genau das ist, wonach wir uns sehnen: ein kleines Stück Stille inmitten der Hektik des Alltags.

Die Rauhnächte schenken uns die Einladung, uns Zeit für uns selbst zu nehmen – für Gedanken, die sonst zu kurz kommen, für Wünsche, die wir oft verschieben. Viele pflegen in den Tagen zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar ein altes Ritual: Zwölf Zettel, zwölf Wünsche für die Monate des neuen Jahres. Jede Nacht wird einer davon dem Feuer übergeben, im Vertrauen darauf, dass das Leben sich darum kümmert. Nur der letzte Wunsch bleibt – und an dem dürfen wir selbst arbeiten. Vielleicht ist es genau dieser, der uns am meisten bedeutet.

Es sind diese kleinen Achtsamkeitsmomente, die uns durch die dunkle Jahreszeit tragen: ein Spaziergang im knirschenden Schnee, der Blick in die klare Winterluft, das leise Knistern im Ofen. Momente, die uns erden und erinnern, was wirklich zählt. Wenn das alte Jahr ausklingt, dürfen wir uns fragen: »Was möchte ich hinter mir lassen?« Und ebenso: »Was darf im neuen Jahr wachsen?« Vielleicht ist es mehr Zeit für sich selbst. Vielleicht mehr Natur, mehr Herzenswärme, mehr Dankbarkeit für das, was ist. So wie die Natur ruht, dürfen auch wir innehalten – um gestärkt und klar ins neue Jahr zu gehen.

Möge es ein Jahr voller Licht, leiser Freude und vieler stiller, kostbarer Augenblicke werden. Das wünsche ich Ihnen von Herzen. Ihre 



Herzlichst Ihre Chefredaktion mit dem gesamten Allgäuerin-Team